Die Series A bezeichnet die erste größere institutionelle Finanzierungsrunde eines Start-ups nach der Seed Stage. In dieser Phase hat das Unternehmen sein Geschäftsmodell grundsätzlich validiert und erste belastbare Kennzahlen, etwa zu Umsatz, Nutzerwachstum oder Produkt-Markt-Fit, erreicht. Ziel der Series A ist es, das Start-up systematisch zu skalieren und von einer experimentellen Phase in ein strukturiertes Wachstumsunternehmen zu überführen.
Die Finanzierung erfolgt typischerweise durch Venture-Capital-Gesellschaften, häufig ergänzt durch bestehende Seed-Investoren.
Warum: Die Bedeutung der Series A
Die Series A ist entscheidend, weil sie:
- den Übergang von Validierung zu kontrolliertem Wachstum markiert,
- den Aufbau skalierbarer Strukturen (Organisation, Prozesse, Technologie) ermöglicht,
- die Marktposition gegenüber Wettbewerbern stärkt,
- Investoren eine klare Perspektive auf Wachstum und Rendite eröffnet,
- die Grundlage für spätere Finanzierungsrunden legt.
Kurz: Die Series A entscheidet, ob ein Start-up den Sprung vom Proof of Concept zum skalierbaren Geschäftsmodell schafft.
Wie: Charakteristika der Series A
Typische Merkmale einer Series A sind:
- Finanzierungsvolumen: meist im niedrigen bis mittleren siebenstelligen Bereich.
- Bewertung: deutlich höher als in der Seed Stage, basierend auf validierten Kennzahlen.
- Investorenstruktur: Einstieg professioneller VC-Fonds mit aktiver Rolle.
- Governance: stärkere Mitspracherechte, z. B. Beiratssitze und Reportingpflichten.
- Vertragsinhalte: detaillierte Regelungen zu Liquidation Preference, Vesting und Verwässerung.
Beispiel: Ein SaaS-Unternehmen mit wiederkehrenden Umsätzen und wachsender Kundenbasis schließt eine Series-A-Runde ab, um Vertrieb zu skalieren, das Produkt zu internationalisieren und das Team zu erweitern.
Was: Abgrenzung, Risiken und Best Practices
Abgrenzung:
- Die Series A folgt auf die Seed Stage und geht der Series B voraus.
- Im Fokus steht nicht mehr das „Ob“, sondern das „Wie schnell und wie effizient“.
Risiken:
- Zu frühe Skalierung ohne belastbaren Product-Market-Fit.
- Steigende Fixkosten bei unzureichender Umsatzentwicklung.
- Hoher Erwartungsdruck seitens institutioneller Investoren.
Best Practices:
- Klare Wachstumsstrategie mit messbaren Kennzahlen (KPIs).
- Realistische Planung von Runway und Burn Rate.
- Professionalisierung von Controlling und Reporting.
- Aktive Nutzung des Netzwerks und der Expertise der Investoren.
Fazit zur Series A
Die Series A ist ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung. Sie markiert den Übergang von der Start-up-Phase hin zu einem wachstumsorientierten Unternehmen mit professionellen Strukturen.
Für Gründer gilt: Eine erfolgreiche Series A erfordert nicht nur eine überzeugende Vision, sondern vor allem nachweisbare Traktion, klare Prozesse und eine skalierbare Strategie.



